[wpml_language_selector_widget]
[wpml_language_selector_widget]
Logo IZB Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie
Logo IZB Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie
IZB Signet
IZB Signet

Erfolgreicher Wirtschaftsempfang im IZB mit Dr. Theo Waigel, Bundesfinanzminister a. D., als Gastredner

Der erfahrene Politologe erläuterte mit Rückblick auf die Weltgeschichte wie Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit wiederherstellen kann
22.09.2023

Successful Economic Reception at IZB with Dr. Theo Waigel, Former Federal Minister of Finance, as Guest Speaker

The seasoned political scientist provided insights into how Germany can restore its competitiveness, reflecting on world history.
September 11, 2023

Dr. Peter Hanns Zobel, Geschäftsführer IZB; Dr. Theo Waigel, Bundesfinanzminister a. D. (v.l.n.r.)

Dr. Peter Hanns Zobel, managing director IZB; Dr. Theo Waigel, Federal Minister of Finance (retired) (f.l.t.r.)

Martinsried, 22.09.2023 – Das IZB in Martinsried veranstaltete am 21. September 2023 einen herausragenden Wirtschaftsempfang im Faculty Club „Gateway to Biotech“. Fast 100 Gäste aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft nahmen an der Veranstaltung im IZB teil. Dr. Peter Hanns Zobel, Geschäftsführer des IZB, präsentierte die neuesten Entwicklungen im IZB und auf dem Campus Martinsried. Dr. Theo Waigel, Bundesfinanzminister a. D. und renommierter Experte im Bereich der Politik, hielt einen spannenden Impulsvortrag mit dem Titel „Politik in unsteten Zeiten“. Er erläuterte, wie Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Wirtschaftsgeschehen wiederherstellen kann. Co-Organisatorin Kerstin Schreyer, Bayerische Bau- und Verkehrsministerin a. D. und Landtagsabgeordnete für den Landkreis München Süd sowie Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft, Landesentwicklung, Energie, Medien und Digitalisierung konnte aufgrund ihrer aktuellen Krebserkrankung nicht anwesend sein.

Dr. Zobel unterstrich die Bedeutung des IZB für die Biotechnologiebranche und betonte, dass das IZB seit seiner Gründung vor 28 Jahren eine zentrale Rolle in der Förderung von Innovation und Fortschritt gespielt hat. Mit über 200 ansässigen Unternehmen seit Gründung und Finanzierungen, Deals und Kooperationen seit 2015 für über 5 Milliarden Euro hat das IZB eine beeindruckende Erfolgsbilanz vorzuweisen.

Zum Beispiel hat Tubulis eine Plattform entwickelt, um Medikamente ohne Nebenwirkungen zu entwickeln. Eisbach Bio, Catalym und T-Curx sind weitere Start-ups, die innovative Krebstherapien erforschen. Die Firmen Modag und Origenis sind an vorderster Front tätig, um Patienten ein Medikament gegen neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson zur Verfügung stellen zu können.

Abschließend wies Dr. Zobel auf die dynamische Entwicklung des Campus Martinsried hin, der in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen in Höhe von mindestens 2 Milliarden Euro erhalten wird, um seine Schlagkraft und Innovationskraft weiter zu stärken.

„Leider muss ich heute auch eine traurige Nachricht verkünden. Unsere Co-Organisatorin, Kerstin Schreyer, die maßgeblich zur Gestaltung dieses Wirtschaftsempfangs beigetragen hat, kann heute nicht bei uns sein. Sie hat vor Kurzem einen mutigen Kampf gegen Brustkrebs aufgenommen und ist momentan in Behandlung. Unsere Gedanken sind bei ihr, und wir wünschen ihr von Herzen eine baldige Genesung“, erklärte Zobel. „Kerstin Schreyer ist immer am IZB interessiert, besucht regelmäßig unsere Start-ups vor Ort und informiert sich über deren Arbeit. Auch bei der für das IZB sehr wichtigen, nun im Bau befindlichen U-Bahnverlängerung nach Martinsried, war sie als Verkehrsministerin eine der treibenden Kräfte. Sie ist ein herausragendes Beispiel für Stärke und Entschlossenheit, und wir hoffen, sie bald wieder bei uns im IZB willkommen zu heißen“, so Zobel.

In seinem Impulsvortrag beleuchtet Dr. Waigel die schwierige wirtschaftspolitische Lage in Deutschland und gab wertvolle Einblicke in politische Strategien. „Auch in den deutschen Medien wird besorgt die Frage gestellt, ob Deutschland wieder zum kranken Mann in Europa werde. Die Wachstumsquoten in Frankreich, Italien Spanien und anderer EU-Länder sind kräftiger als in Deutschland. Es muss zu denken geben, wenn die Schweiz in Sorge um Deutschland ist, in Österreich die große Ignoranz gegenüber den Auswirkungen heimischer Politik auf kleine Nachbarländer beklagt wird, Italien Deutschland eine rasche Erholung wünscht und die Niederlande hinsichtlich der Fiskalpolitik befürchten, ihren besten Verbündeten zu verlieren. Selbst in Großbritannien herrscht keine Schadenfreude über die ökonomische Entwicklung Deutschlands“, fasst Waigel die derzeitige Lage zusammen.

Waigel betonte, dass Deutschland als größte Volkswirtschaft und bevölkerungsreichstes Land zur Führung in Europa gezwungen ist, ob ihm diese Rolle passt oder nicht. „Die konzeptionelle Mitarbeit Deutschlands an einer geoökonomischen Strategie ist unabdingbar. Dazu gehört eine nüchterne China-Strategie mit der Einbeziehung militärischer Sicherheitsrisiken, der Stärkung von Resilienz und stärkerer Förderung von Investitionen in öffentliche Güter“, so die Empfehlungen des erfahrenen Politologen.

Waigel ist überzeugt, dass die wenigsten Finanzpolitiker die implizite Staatsschuld berücksichtigen, die unausweichlich auf unsere Kinder und Enkel zukommt. Bereits beschlossene soziale Leistungen müssen in der Zukunft finanziert werden, ohne dass sie in den öffentlichen Haushalten bisher bilanziert oder entsprechende Rücklagen gebildet werden. Dies betrifft die Pensionen und Renten wie eine wachsende Belastung durch längere Lebenszeit und Kosten für Pflege. „Berechnet man diese Bilanz, kommt man nicht auf 60 bis 70 Prozent Staatsschuld gemessen am BIP, sondern auf nahezu 150 Prozent die von einer künftigen Finanzpolitik in der nächsten Generation aufgebracht werden müssen. In einigen Ländern Europas liegt sie noch höher, erstaunlicherweise in den Programmländern Irland, Portugal, Spanien geringer und das gebeutelte Land Griechenland stellt sich besser als Deutschland“, erläuterte Waigel.

In seiner rhetorisch unterhaltsamen Rede gab Waigel sehr spannende Einblicke in sein politisches Leben mit Zusammenkünften internationaler Politikgrößen aus seiner aktiven Zeit als Bundesfinanzminister. Der lange Beifall spiegelte das Interesse des Publikums wider.

Der Wirtschaftsempfang im IZB war erneut ein großer Erfolg und bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich branchenübergreifend kennenzulernen und zu netzwerken. Kerstin Schreyer übersandte ein Statement an die Gäste: „Auch wenn ich dieses Jahr aufgrund meiner Brustkrebserkrankung persönlich nicht vor Ort sein konnte, bin ich trotzdem sehr zufrieden, dass der Wirtschaftsempfang, in Kooperation mit dem IZB, zum mittlerweile elften Mal stattfinden konnte. Jedes Jahr entstehen beim Wirtschaftsempfang Kontakte, aus denen erfolgreiche Geschäftsbeziehungen entstehen. Das ist gut für die Unternehmen und gut für den Landkreis München“, so Schreyer.

Über das Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie (IZB)
Die 1995 gegründete Fördergesellschaft IZB mbH betreibt das Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie (IZB) mit den Standorten in Planegg-Martinsried und Freising-Weihenstephan. Das IZB zählt zu den führenden Biotechnologiezentren Europas. Auf 26.000 m2 sind derzeit mehr als 40 Biotech-Unternehmen und Life-Science-Firmen mit über 700 Mitarbeitern ansässig. Hier wird an der Entwicklung von Medikamenten gegen schwerste Krankheiten wie Krebs, Alzheimer und verschiedene Autoimmunkrankheiten gearbeitet. Ein wesentliches Kriterium für den Erfolg der IZBs ist die räumliche Nähe zur Spitzenforschung auf dem Campus Martinsried/Großhadern und dem Campus Weihenstephan. Auch die Infrastrukturmaßnahmen wie der Faculty Club G2B (Gateway to Biotech), das Hotel CAMPUS AT HOME, der Kindergarten Bio Kids sowie die Restaurants SEVEN AND MORE und THE BOWL Food Lounge sind Standortfaktoren, die von den Unternehmensgründern sehr geschätzt werden. Erfolgreiche Unternehmen, die aus dem IZB hervorgegangen sind, sind u. a. adivo (heute Zoetis), Corimmun (heute Janssen-Cilag), Crelux (heute Wuxi AppTec), Exosome Diagnostics (gekauft von Bio-Techne), ibidi, Immunic Therapeutics, Medigene, Micromet (heute Amgen), MorphoSys (bald Novartis), Octopharma oder Rigontec (heute MSD) sowie SIRION Biotech (heute Perkin Elmer). Weitere Informationen unter www.izb-online.de.

Pressekontakt sowie Bildmaterialanfragen:
Marion Köhler
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fördergesellschaft IZB mbH,
Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie
Am Klopferspitz 19
D-82152 Planegg-Martinsried
Telefon: +49 (0)89/55 279 48-17
E-Mail: koehler@izb-online.de
Website: www.izb-online.de

Martinsried, September 22, 2023 – The IZB in Martinsried hosted an outstanding economic reception on September 21, 2023, at the Faculty Club “Gateway to Biotech.” Nearly 100 guests from the fields of business, science, politics, and society participated in the event at IZB. Dr. Peter Hanns Zobel, Managing Director of IZB, presented the latest developments at IZB and on the Martinsried campus. Dr. Theo Waigel, former Federal Minister of Finance and renowned expert in the field of politics, delivered an engaging keynote address titled “Politics in Uncertain Times.” He elaborated on how Germany can regain its competitiveness in the international economic landscape. Co-organizer Kerstin Schreyer, former Bavarian Minister of Construction and Transport and Member of the State Parliament for the Munich South District as well as Chairwoman of the Committee for Economic Affairs, State Development, Energy, Media and Digitization was unable to attend due to her current cancer illness.

Dr. Zobel emphasized the significance of IZB for the biotechnology sector and stressed that IZB has played a central role in promoting innovation and progress since its establishment 28 years ago. With over 200 resident companies since its inception and financing, deals, and collaborations exceeding 5 billion euros since 2015, IZB boasts an impressive track record.

For example, Tubulis has developed a platform to create medications without side effects. Eisbach Bio, Catalym, and T-Curx are other start-ups researching innovative cancer therapies. Companies like Modag and Origenis are at the forefront of providing medications for neurodegenerative diseases such as Alzheimer’s and Parkinson’s.

Dr. Zobel concluded by highlighting the dynamic development of the Martinsried campus, which is set to receive substantial investments of at least 2 billion euros in the coming years to further enhance its impact and innovation capabilities.

“Unfortunately, I must also share some sad news today. Our co-organizer, Kerstin Schreyer, who contributed significantly to shaping this economic reception, cannot be with us today. She recently embarked on a brave battle against breast cancer and is currently undergoing treatment. Our thoughts are with her, and we sincerely wish her a speedy recovery,” stated Zobel. “Kerstin Schreyer has always shown a keen interest in IZB, regularly visiting our start-ups on-site and staying informed about their work. As Minister of Transport, she was also one of the driving forces behind the subway extension to Martinsried, which is now under construction and is very important for the IZB. She is an outstanding example of strength and determination, and we hope to welcome her back to IZB soon,” added Zobel.

In his keynote address, Dr. Waigel shed light on the challenging economic and political situation in Germany and provided valuable insights into political strategies. “Even in the German media, there is growing concern about whether Germany is becoming the ‘sick man’ of Europe again. Growth rates in France, Italy, Spain, and other EU countries are stronger than in Germany. It is a cause for concern when Switzerland is worried about Germany, Austria laments the significant ignorance regarding the impact of domestic policies on neighboring countries, Italy wishes for a rapid recovery in Germany, and the Netherlands fears losing its best ally in fiscal policy. Even in the UK, there is no gloating over Germany’s economic performance,” summarized Waigel the current situation.

Waigel stressed that as the largest economy and most populous country in Europe, Germany is compelled to take a leadership role, whether it likes it or not. “Germany’s conceptual contribution to a geo-economic strategy is indispensable. This includes a pragmatic China strategy that takes into account military security risks, strengthens resilience, and promotes greater investment in public goods,” were the recommendations of the experienced political scientist.

Waigel is convinced that very few financial policymakers consider the implicit national debt that will inevitably fall on our children and grandchildren. Already decided social benefits must be financed in the future without being accounted for in public budgets or creating corresponding reserves. This includes pensions, as well as the growing burden of longer lifespans and the costs of care. “If you calculate this balance, it’s not just 60 to 70 percent of national debt relative to GDP; it’s nearly 150 percent that future financial policies in the next generation will have to bear. In some European countries, it is even higher, surprisingly lower in program countries like Ireland, Portugal, and Spain, and Greece, despite its challenges, is in a better position than Germany,” explained Waigel.

In his rhetorically entertaining speech, Waigel provided fascinating insights into his political life, including meetings with international political figures from his active time as Federal Minister of Finance. The long applause reflected the audience’s keen interest.

The economic summit at IZB was once again a great success, offering participants the opportunity to cross-industry networking and collaboration. Kerstin Schreyer sent a statement to the guests: “Even though I couldn’t be present in person this year due to my breast cancer diagnosis, I am still very pleased that the economic summit, in cooperation with IZB, could take place for the eleventh time. Every year, the economic reception leads to connections that result in successful business relationships. This is good for the companies and good for the Munich district,” said Schreyer.

About the Innovation and Start-up Center for Biotechnology (IZB) in Martinsried near Munich
The Fördergesellschaft IZB mbH, founded in 1995, operates the Innovation and Start-up Center for Biotechnology (IZB) with sites in Planegg-Martinsried and Freising-Weihenstephan. The IZB is one of the leading biotechnology centers in Europe. More than 40 biotech and life science companies with over 700 employees are currently located on 26,000 square metres. Here, work is being done on developing drugs for the most serious diseases, such as cancer, Alzheimer’s, and various autoimmune diseases. A key criterion for the success of the IZBs is the physical proximity to cutting-edge research on the Martinsried/Grosshadern campus and the Weihenstephan campus. The infrastructure measures, such as the Faculty Club G2B (Gateway to Biotech), the hotel CAMPUS AT HOME, the kindergarten Bio Kids as well as the restaurants SEVEN AND MORE and THE BOWL Food Lounge, are also location factors that are highly valued by the founders of the companies. Successful companies that emerged from the IZB include adivo (now Zoetis), Corimmun (today Janssen-Cilag), Crelux (today Wuxi AppTec), Exosome Diagnostics (bought by Bio-Techn), ibidi, Immunic Therapeutics, Medigene, Micromet (today Amgen), MorphoSys (soon Novartis), Octopharma or Rigontec (now MSD) as well as SIRION Biotech (today Perkin Elmer). More information at www.izb-online.de.

Press contact and photo material requests:
Marion Köhler, Head of Public Relations
Fördergesellschaft IZB mbH,
Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie
Am Klopferspitz 19
D-82152 Planegg-Martinsried
Phone: +49 (0)89/55 279 48-17
E-Mail: koehler@izb-online.de
Website: www.izb-online.de

menuchevron-down