Geschäftsklima mehrheitlich positiv
Nach der Coronavirus-Pandemie, die für Biotech-Unternehmen nicht nur Chancen, sondern auch viele Herausforderungen mit sich brachte, kämpfen die Unternehmen weltweit mit Lieferengpässen und steigenden Preisen. In einer Umfrage hat BioM die Unternehmen des bayerischen Biotech-Clusters befragt, wie sie ihre aktuelle und zukünftige Geschäftslage einschätzen.
Demnach bewerteten 62 % der Befragten die aktuelle Geschäftslage ihres Unternehmens als gut (48 %) oder sogar sehr gut (14 %), 29 % als befriedigend und 9 % als schlecht. 42 % schätzten die Geschäftsentwicklung bis Ende 2023 als positiv ein, 13 % erwarten eine Verschlechterung, 45 % keine Veränderung. Immerhin 72 % der befragten Unternehmen rechnen für die nächsten drei bis fünf Jahre mit einer Verbesserung, nur 7 % mit einer Verschlechterung der Geschäftslage ihres Unternehmens.
Digitalisierung, KI- und Big Data-Nutzung sind die Trends in der biomedizinischen Entwicklung
Die Biotechnologie selbst befindet sich an einem wichtigen Wendepunkt – sie sieht sich großen Herausforderungen und Chancen konfrontiert. In den letzten Jahrzehnten hat sie ein enormes Wachstum erfahren und Bayern sich als einer der weltweit führenden Standorte etabliert. Dazu BioM- Geschäftsführer Prof. Dr. Ralf Huss: „Um die herausragende Position der bayerischen Biotechnologie zu halten und auszubauen, müssen wir uns den aktuellen Entwicklungen und Trends stellen: Die zunehmende Verknüpfung und Digitalisierung von Prozessen und Daten sowie der Einsatz von KI und Big Data werden für bessere und schnellere Lösungen in drängenden, medizinischen Fragestellungen sorgen und neue Diagnose- und Therapieverfahren liefern. In Bayern haben wir das nötige Rüstzeug, um gemeinsam mit allen Playern diese Entwicklung voranzutreiben.“
Bayerische Start-ups realisieren die eingeschlagene Richtung bereits mit ihren Erfolgsgeschichten: So ebnet deepc den Weg für die Anwendung von KI in der Radiologie. Seine Software-Plattform ermöglicht Kliniken und medizinischen Praxen verschiedenste KI-Anwendungen global führender Unternehmen zentral zu nutzen. m4 Award- Gewinner Invitris geht das aktuelle Problem der weltweit zunehmenden Antibiotikaresistenzen an. Dazu hat das Unternehmen eine Technologie entwickelt, die die Entwicklung und Herstellung neuer synthetischer antimikrobieller Wirkstoffe wie Bakteriophagen ermöglicht. Dabei spielen modulares Denken und modulare Technologien eine große Rolle, u.a. Maschinelles Lernen für die Produktoptimierung.
Digitalisierung – Antibiotikaresistenzen – CAR-T Zelltherapien – Standorte – Firmen
Der bayerische Biotech Report beleuchtet zudem in Interviews den Blickwinkel verschiedener Player auf die Branche, zeigt Aktivitäten zu Digitalisierung, neuen Ansätzen im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen, sowie Durchbrüchen bei CAR-T Zelltherapien und berichtet über die bayerischen Biotechnologie-Standorte. Wie gewohnt wird der Report ergänzt durch das aktuelle und stetig wachsende Firmenverzeichnis mit Profilen und Kontaktdaten.
Den Report Biotech in Bavaria 2022/23 finden Sie als ePaper oder als pdf zum Download bzw. unter: www.bio-m.org/zahlen-und-fakten/publikationen. Eine Print-Version ist über BioM erhältlich.